Digital Immigrants Survival Kit (DISK, Erwachsenenbildung)

Das Projekt Digital Immigrants Survival Kit (DISK) war eine Erasmus+ Initiative im Bereich Erwachsenenbildung. Ziel war es, die digitalen Kompetenzen von Erwachsenen zu stärken, insbesondere von sogenannten „Digital Immigrants“ – Menschen, die aufgrund begrenzter digitaler Fähigkeiten und einer geringen Beteiligung an digitalen Umgebungen benachteiligt sind. Das Projekt reagierte auf den wachsenden Bedarf an digitaler Inklusion und unterstützte Erwachsene dabei, aktive, selbstständige und selbstbewusste Teilnehmer der modernen digitalen Gesellschaft zu werden. Durch innovative Ansätze in der Erwachsenenbildung leistete das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Verringerung digitaler Ausgrenzung und zur Verbesserung des Zugangs zu lebenslangem Lernen.

Ziele

Das Hauptziel des Projekts war die Entwicklung, Umsetzung, Erprobung und Evaluation eines umfassenden Digital Immigrants Survival Kit (DISK), das aus 15 praxisnahen Trainingsmodulen zu digitalen Kompetenzen für den Alltag bestand. Die Module vermittelten grundlegende digitale Fähigkeiten für Kommunikation, Informationsbeschaffung, gesellschaftliche Teilhabe und die Lösung digitaler Probleme.

Ein zentrales pädagogisches Element des Projekts war die Anwendung von Flipped Learning 3.0 als innovative Lernmethode für Erwachsene. Das Projekt kombinierte multimedial unterstütztes Selbstlernen, kollaborative Lernprozesse und kompetenzorientierte Ansätze, um flexible und leicht zugängliche Lernmöglichkeiten für Erwachsene mit unterschiedlichen Bildungshintergründen zu schaffen.

Ein weiterer innovativer Bestandteil war die Entwicklung eines kompetenzorientierten Selbstbewertungssystems mit Selbstbewertungs-Mandalas. Diese ermöglichten es den Lernenden, ihre Entwicklung digitaler Kompetenzen auf anschauliche und leicht verständliche Weise zu reflektieren und einzuschätzen.

Ergebnisse und Produkte

Im Rahmen des Projekts wurden außerdem entwickelt:

  • eine umfassende Kompetenzlandkarte,
  • ein Leitfaden für Übertragbarkeit und Umsetzung,
  • Pilot-Lernaktivitäten,
  • Open Educational Resources (OERs),
  • sowie nachhaltige Strategien für die weitere Nutzung und Anpassung der entwickelten Module in anderen europäischen Kontexten.

Die DISK-Module wurden als OERs unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0 veröffentlicht, um einen langfristigen Zugang, eine einfache Anpassung und nachhaltige Nutzung sicherzustellen.

DISK-Projekt: Struktur und Überblick, Ergebnisse, Wirkung sowie die Beiträge von Peter Mazohl

Wirkung

Das Projekt erzielte Wirkung auf mehreren Ebenen:

  • auf der Nano-Ebene durch die praktische Digitalisierung innerhalb jedes Moduls,
  • auf der Mikro- und Meso-Ebene durch die direkte Unterstützung von erwachsenen Lernenden und Trainern,
  • und auf der Makro-Ebene durch die nachhaltige Integration der Kurse in die Weiterbildungsprogramme der beteiligten Erwachsenenbildungsorganisationen.

Rund 120 erwachsene Lernende nahmen direkt an der Pilotphase teil und bildeten die erste Generation von selbstbewussteren und erfahreneren Nutzern der digitalen Welt. Das Projekt leistete damit einen wichtigen Beitrag zur digitalen Inklusion, zur Stärkung von Erwachsenen sowie zum lebenslangen Lernen in Europa.

Projektübersicht

Projektnummer: 2019-1-PT01-KA204-060898
Projekttitel: Digital Immigrants Survival Kit (DISK)
Laufzeit: 1. November 2019 – 31. Oktober 2021
Programm: Erasmus+ KA204 – Strategische Partnerschaften für die Erwachsenenbildung
Koordinator: Universität Porto, Institut für Psychologie und Bidlungswissenschaften
Verantwortlicher Ansprechpartner: Peter Mazohl

Offizielle Projektwebsite: www.disk-project.eu

Projektpartner

Die Partnerschaft bestand aus fünf Organisationen aus verschiedenen europäischen Ländern:

  • Universität Porto – Portugal (Koordinator)
  • EDRASE – Griechenland
  • TRAINING 2000 – Italien
  • Ossiannilsson Quality in Open Online Learning Consultancy – Schweden
  • European Foundation for Quality in Blended Learning – Österreich

 

Hinweis zur Sprachform: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text die generische männliche Form verwendet. Sie bezieht sich gleichermaßen auf alle Geschlechter und beinhaltet keine Wertung.

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